Bürger für Stralsund/FDP/VR+ fordert klare Antworten zur zukünftigen Sammlung von Alttextilien
Im Landkreis Vorpommern-Rügen zeichnet sich bei der Sammlung von Alttextilien eine Entwicklung ab, die nach Auffassung der Fraktion Bürger für Stralsund/FDP/VR+ dringend geklärt werden muss. Immer mehr Altkleidercontainer verschwinden, während gleichzeitig die getrennte Sammlung von Alttextilien gesetzlich vorgesehen ist.
„Es kann nicht die Lösung sein, den Bürgern vorzuschreiben, Alttextilien getrennt zu sammeln, gleichzeitig aber die vorhandenen Sammelstrukturen immer weiter auszudünnen“, erklärt Fraktionsvorsitzender Gerd Scharmberg. „Der Landkreis muss jetzt darlegen, wie die Entsorgung künftig konkret funktionieren soll. Gerade in unserem großen Flächenkreis darf niemand gezwungen sein, wegen einer Tüte Altkleider viele Kilometer zu einem Wertstoffhof fahren zu müssen.“
Die Fraktion hat deshalb eine Anfrage an den Landrat gerichtet. Darin soll unter anderem geklärt werden, wie viele Sammelstellen und Container derzeit noch vorhanden sind, wie sich deren Zahl entwickelt hat und welche Mengen an Alttextilien bislang erfasst wurden. Von besonderem Interesse ist für die Fraktion außerdem, welche Alternativen für die Bürgerinnen und Bürger vorgesehen sind.
„Wir brauchen eine verlässliche und wohnortnahe Lösung“, betont der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Mathias Löttge. „Wenn Container abgebaut werden, darf nicht einfach eine Entsorgungslücke entstehen. Gerade kleinere Gemeinden und Ortsteile dürfen bei der Abfallentsorgung nicht gegenüber den größeren Städten benachteiligt werden.“
Auch die Gefahr zunehmender Fehlentsorgung müsse ernst genommen werden. Fehlen erreichbare Sammelmöglichkeiten, bestehe die Gefahr, dass Alttextilien im Restmüll landen oder neben verbliebenen Containern abgestellt werden.
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thomas Haack fordert deshalb ein rechtzeitiges Handeln: „Wir wollen keine Situation, in der am Ende alle überrascht feststellen, dass Sammelcontainer verschwunden sind und niemand weiß, wohin mit den Alttextilien. Der Landkreis muss gemeinsam mit den zuständigen kommunalen Aufgabenträgern jetzt ein belastbares Konzept vorlegen.“
Die Fraktion erwartet vom Landrat insbesondere konkrete Aussagen dazu, ob zusätzliche Sammelstellen, eine stärkere Nutzung der Wertstoffhöfe oder mobile Sammelangebote vorgesehen sind.
„Getrennte Sammlung funktioniert nur dann, wenn sie für die Menschen auch praktikabel ist“, so Scharmberg. „Wir erwarten deshalb keine allgemeinen Absichtserklärungen, sondern konkrete Antworten und Lösungen für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landkreises.“
Fraktion BfS/FDP/VR+
Kreistag Vorpommern-Rügen
