Die Fraktion Bürger für Stralsund/FDP/VR+ im Kreistag Vorpommern-Rügen begrüßt die jüngsten Aussagen von Landrat Dr. Stefan Kerth, wonach der Verwaltungsaufwand reduziert und die Kreisverwaltung zukunftsfähiger aufgestellt werden müsse. Angesichts der angespannten Haushaltslage des Landkreises und der steigenden Belastungen für Städte und Gemeinden besteht aus Sicht der Fraktion dringender Handlungsbedarf.
Die Fraktion fordert, den Worten nun konkrete Maßnahmen folgen zu lassen. Dazu gehören ein verbindlicher Zeitplan für die weitere Digitalisierung der Verwaltung, der Abbau unnötiger bürokratischer Abläufe sowie eine transparente Darstellung der dadurch erreichbaren Einsparpotenziale.
„Wir begrüßen ausdrücklich, dass der Landrat die Notwendigkeit erkannt hat, Verwaltungsstrukturen zu überprüfen und effizienter zu gestalten. Entscheidend ist jetzt aber, dass aus Ankündigungen konkrete Veränderungen werden. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten eine moderne Verwaltung, die schnell, zuverlässig und wirtschaftlich arbeitet“, erklärt Gerd Scharmberg, Fraktionsvorsitzender der Bürger für Stralsund/FDP/VR+.
Nach Auffassung der Fraktion bietet insbesondere die Digitalisierung erhebliche Chancen, Verwaltungsabläufe zu vereinfachen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von vermeidbaren Routinetätigkeiten zu entlasten.
„Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein und nicht in zusätzlichen Konzepten und Arbeitsgruppen enden. Sie muss dazu führen, dass Anträge schneller bearbeitet werden, Bürger leichter Zugang zu Verwaltungsleistungen erhalten und langfristig Kosten eingespart werden können“, so Mathias Löttge, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.
Die Fraktion hat deshalb eine Anfrage an den Landrat gestellt, um Transparenz über den aktuellen Stand der Digitalisierung, die bisherigen Maßnahmen zum Bürokratieabbau sowie die tatsächlich erzielten Verbesserungen und Einsparungen zu erhalten.
„Wenn über eine grundlegende Veränderung der Verwaltung gesprochen wird, müssen konkrete Zahlen, Ziele und Zeitpläne auf den Tisch. Die Kreisverwaltung muss zeigen, welche Verfahren bereits digitalisiert wurden, wo noch Defizite bestehen und welche Einsparungen realistisch erwartet werden können“, erklärt Thomas Haack, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.
Die Fraktion fordert zudem, künftig regelmäßig über den Fortschritt der Verwaltungsmodernisierung zu berichten. Dazu gehören aus Sicht der Fraktion auch der verstärkte Einsatz moderner digitaler Lösungen, die Prüfung automatisierter Verfahren und eine konsequente Überprüfung bestehender Verwaltungsabläufe.
„Eine leistungsfähige Verwaltung ist wichtig für unseren Landkreis. Gerade in Zeiten knapper finanzieller Spielräume müssen wir jede Möglichkeit nutzen, um effizienter zu arbeiten und gleichzeitig den Service für die Menschen vor Ort zu verbessern“, ergänzt Dr. Carmen Kannengiesser, Kreistagsmitglied.
Die Fraktion Bürger für Stralsund/FDP/VR+ sieht Digitalisierung und Bürokratieabbau als zentrale Voraussetzungen dafür, die finanzielle Handlungsfähigkeit des Landkreises langfristig zu sichern.
„Wer Einsparungen in der Verwaltung ankündigt, muss auch bereit sein, die notwendigen Reformen umzusetzen. Die Menschen erwarten zu Recht einen verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln“, so die Fraktion abschließend
Fraktion BfS/FDP/VR+
Kreistag Vorpommern-Rügen
