Die Fraktion Bürger für Stralsund/FDP/VR+ im Kreistag Vorpommern-Rügen kritisiert die geplanten Kürzungen der Landesregierung im sozialen Bereich scharf. Betroffen wären nicht nur landesweite Einrichtungen, sondern in besonderem Maße auch Angebote und Träger in Stralsund und im Landkreis Vorpommern-Rügen.
„Wenn das Land die Zuschüsse für soziale Dienste, Behindertenwerkstätten und Beratungsangebote zusammenstreicht, trifft das die Schwächsten in unserer Gesellschaft“, erklärt Thomas Haack, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. „Gerade in Stralsund leisten die Wohlfahrtsverbände unverzichtbare Arbeit: von der Behindertenhilfe über ambulante Dienste bis zu Beratungsstellen. Ohne eine auskömmliche Finanzierung geraten diese Angebote in akute Gefahr.“
„Die geplanten Kürzungen von bis zu 26 % bei ambulanten Angeboten für Menschen mit Behinderungen gefährden zahlreiche Projekte im Landkreis. Behindertenwerkstätten, die Menschen mit Beeinträchtigung Teilhabe und Beschäftigung ermöglichen, geraten dadurch massiv unter Druck“, ergänzt Michael Phillipen, Kreistagsmitglied der Fraktion.
Auch die Jugend- und Sozialarbeit, die in Stralsund wichtige Präventionsarbeit gegen Radikalisierung, Gewalt und Vereinsamung leistet, sieht sich durch stagnierende Landesmittel und steigende Kosten zunehmend unter Druck. „Wenn solche Angebote wegfallen, gefährdet das nicht nur die soziale Stabilität, sondern auch die Sicherheit in unserer Stadt“, betont Haack.
Die Fraktion fordert die Landesregierung daher auf, die geplanten Kürzungen zurückzunehmen und sich zu einer verlässlichen Finanzierung der sozialen Infrastruktur in den Städten und Landkreisen zu bekennen. „Die Landespolitik darf nicht auf dem Rücken von Menschen mit Behinderungen, Jugendlichen und sozial Schwachen sparen. Wer bei Inklusion und Beratungsangeboten kürzt, sägt an den Grundpfeilern des gesellschaftlichen Zusammenhalts,” sagt Phillipen.
Auch der Landkreis Vorpommern-Rügen selbst sei in der Pflicht, sich im Dialog mit der Landesregierung klar gegen die Sparpläne zu positionieren. „Wir erwarten vom Landrat und von allen demokratischen Kräften im Kreistag, dass sie sich eindeutig an die Seite der Betroffenen stellen“, erklärt Haack.
Fraktion BfS/FDP/VR+
Kreistag Vorpommern-Rügen
