Mit mehreren sachlich fundierten Anträgen bringt sich die Kreistagsfraktion Bürger für Stralsund / FDP / VR+ aktiv in die bevorstehende Kreistagssitzung am 21. Juli 2025 ein. Ziel ist eine finanzierbare und bürgernahe Kreispolitik, die auf Transparenz, Effizienz und kommunale Selbstverantwortung setzt.
Fraktionsvorsitzender Gerd Scharmberg betont: „Wir setzen klare Schwerpunkte – in der Haushaltsdisziplin, bei der Überprüfung interner Verwaltungsstrukturen und im Einsatz für eine faire finanzielle Entlastung des Landkreises durch Bund und Land. Unser Anspruch ist es, politische Verantwortung mit wirtschaftlicher Vernunft zu verbinden.“
Ausgaben differenziert bewerten – nicht pauschal kürzen
Die Fraktion beantragt eine detaillierte Analyse der Ausgaben im Jugend- und Sozialbereich. Dabei soll eine sachliche Bewertung der Entwicklungen und Bedarfe erfolgen, um langfristig tragfähige Strukturen zu sichern und Einsparmöglichkeiten zu identifizieren.
Thomas Haack, stellvertretender Fraktionsvorsitzender: „Wir brauchen faktenbasierte Entscheidungen. Nur wer genau hinsieht, kann dauerhaft solide und sozial tragfähige Finanzpolitik machen. Eine differenzierte Analyse ist dafür unverzichtbar.“
Verwaltung modernisieren – Strukturen auf den Prüfstand
Mit einem gemeinsamen Antrag mit der CDU-Fraktion fordert die Fraktion Bürger für Stralsund / FDP / VR+ eine umfassende Prüfung der internen Verwaltungsstrukturen. Dabei sollen Schnittstellen, Arbeitsabläufe und Aufgabenverteilungen überprüft und modernisiert werden.
Mathias Löttge, stellvertretender Fraktionsvorsitzender: „Es geht nicht um Stellenabbau, sondern um Klarheit, Effizienz und Zukunftsfähigkeit. Der Landkreis braucht eine schlagkräftige Verwaltung, die mit vorhandenen Ressourcen wirkungsvoll arbeiten kann.“
Land und Bund stärker in die Pflicht nehmen
Die Fraktion setzt sich dafür ein, dass der Landkreis gegenüber Bund und Land eine stärkere finanzielle Entlastung einfordert. Vor allem die Kostenbelastung im Sozialbereich, die sich aus gesetzlichen Verpflichtungen ohne auskömmliche Finanzierung ergibt, ist inakzeptabel.
Gerd Scharmberg: „Der Landkreis darf nicht länger Ausfallbürge für nicht gegenfinanzierte Bundes- und Landesgesetze sein. Die kommunale Selbstverwaltung wird gefährdet, wenn Landkreise strukturell unterfinanziert bleiben. Wir brauchen endlich eine faire Lastenteilung.“
Tourismusgesetz stoppen – Verantwortung vor Ort erhalten
Die Fraktion Bürger für Stralsund / FDP / VR+ lehnt den vorliegenden Entwurf des neuen Tourismusgesetzes des Landes ab. Die beabsichtigte Zentralisierung tourismusbezogener Steuerungsinstrumente gefährdet bewährte lokale Strukturen und nimmt Regionen wie Rügen und Fischland/Darß/Zingst die Möglichkeit, eigenverantwortlich zu handeln.
Fraktionsvorsitzender Gerd Scharmberg: „Tourismuspolitik muss in den Regionen gesteuert werden, nicht in Schwerin. Rügen, der Darß und unsere gesamte Küstenregion leben von der Vielfalt lokaler Initiativen, Netzwerke und Entscheidungen. Diese Stärke darf nicht durch zentrale Vorgaben ausgehöhlt werden.“
Die Fraktion Bürger für Stralsund / FDP / VR+ wird sich in der Kreistagssitzung mit klaren Anträgen, sachlicher Kritik und konkreten Vorschlägen für einen handlungsfähigen Landkreis Vorpommern-Rügen einsetzen.
