Die seit Monaten anhaltenden massiven Lärmbelastungen durch den Betrieb des LNG-Terminals in Mukran sind nicht länger tragbar. Trotz zahlreicher Hinweise und eindeutiger Messwerte ist bis heute keine spürbare Verbesserung für die betroffenen Anwohner und Gäste erreicht worden. Ankündigungen von Lärmschutzmaßnahmen verhallen ungehört, während der Betrieb unvermindert weitergeht.
„Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass die Betroffenen seit über einem Jahr auf Abhilfe warten und die Verantwortlichen nicht in der Lage sind, die Lärmbelästigungen wirksam zu unterbinden. Die Geduld der Menschen vor Ort ist erschöpft – und das mit gutem Grund,” kritisiert Dr. Carmen Kannengießer, Kreistagsmitglied der Fraktion.
Besonders inakzeptabel ist, dass der Einsatz der GCU-Anlage und begleitende Wartungsarbeiten weiterhin ohne Rücksicht auf die Belastung der Bevölkerung erfolgen. Statt sofort zu handeln, verlieren sich Betreiber und Behörden in endlosen Prüfungen und Genehmigungsverfahren, deren Ergebnisse wiederholt verschoben werden.
„Wir erwarten nicht länger Erklärungen, sondern endlich wirksame Maßnahmen. Die Lärmquellen müssen ohne weitere Verzögerung technisch entschärft werden. Gleichzeitig muss die Öffentlichkeit regelmäßig und nachvollziehbar darüber informiert werden, welche konkreten Schritte unternommen werden und wann mit spürbaren Verbesserungen zu rechnen ist,” fordert Mathias Löttge, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.
Die Fraktion Bürger für Stralsund / FDP / VR+ sieht die Genehmigungspraxis in ihrer jetzigen Form als gescheitert an. Wenn selbst nach über einem Jahr des Probebetriebs keine nachhaltige Reduzierung der Lärmbelastung gelingt, ist die Grundlage für den weiteren Betrieb des LNG-Standorts Mukran ernsthaft zu hinterfragen. Rügen darf nicht dauerhaft für ein Projekt in Anspruch genommen werden, dessen Belastungen weder entschlossen noch wirksam kontrolliert werden.
