Die Fraktion Bürger für Stralsund/FDP/VR+ kritisiert die aktuelle Situation in der Fahrerlaubnisbehörde Stralsund scharf. Aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle bleibt die Behörde mindestens bis Freitag geschlossen. Führerscheine können nicht ausgegeben werden, und die Bearbeitung von Anträgen verzögert sich erheblich.
Fraktionsvorsitzender Gerd Scharmberg erklärt dazu:
„Es ist nicht akzeptabel, dass eine zentrale Aufgabe des Bürgerservices bereits durch einzelne Krankheitsfälle vollständig zum Erliegen kommt. Die Verwaltung muss so organisiert sein, dass Bürgerinnen und Bürger sich auf eine verlässliche Bearbeitung verlassen können.“
Auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thomas Haack betont:
„Besonders Berufskraftfahrer trifft diese Situation hart. Sie sind auf gültige Dokumente angewiesen – Verzögerungen können hier schnell existenzgefährdend werden. Solche Ausfälle dürfen sich nicht wiederholen.“
Die Schließung der Führerscheinstelle ist kein Einzelfall, sondern reiht sich ein in eine Serie von Problemen im Bürgerservice des Landkreises. Immer wieder kommt es zu Verzögerungen, Ausfällen oder eingeschränkten Öffnungszeiten – sei es bei Meldeangelegenheiten, bei Ausweisdokumenten oder nun beim Führerschein.
Die Fraktion fordert den Landrat auf, endlich wirksame Vertretungs- und Notfallregelungen zu schaffen, damit zentrale Dienstleistungen der Verwaltung nicht länger von personellen Engpässen abhängen. Eine funktionierende Verwaltung muss verlässlich, planbar und bürgerfreundlich sein. Alles andere untergräbt das Vertrauen in die öffentliche Hand.
