Die Fraktion Bürger für Stralsund / FDP / VR+ im Kreistag Vorpommern-Rügen zeigt sich irritiert über die aktuelle Vollsperrung der Straße zwischen Kluis und Bergen auf Rügen, die noch bis zum 4. September 2025 andauern soll. Die Maßnahme fällt mitten in die touristische Hauptsaison und sorgt sowohl bei Einwohnerinnen und Einwohnern als auch bei touristischen Betrieben für erheblichen Unmut.
„Es ist völlig unverständlich, wie eine derart wichtige Verkehrsverbindung in der Hochsaison komplett gesperrt werden kann. Gerade jetzt sind die Straßen der Insel ohnehin stark belastet, und jede zusätzliche Umleitung sorgt für noch mehr Stau und Frust“, erklärt Jörg Burwitz, Kreistagsmitglied der Fraktion.
Thomas Haack, ebenfalls Mitglied der Fraktion, ergänzt: „Niemand bestreitet, dass Straßen saniert werden müssen. Aber solche Arbeiten müssen so geplant werden, dass sie nicht den gesamten Ferienverkehr lahmlegen. In diesem Fall hätte man deutlich besser abstimmen und den Baubeginn verschieben müssen.“
„Wir erwarten vom Landrat, dass er sich klar für eine bessere Abstimmung zwischen Land, Landkreis und Gemeinden einsetzt, um solche Maßnahmen künftig außerhalb der Hauptreisezeit zu legen oder zumindest gemeinsam mit allen Beteiligten Lösungen zu finden, die den Verkehr nicht zusätzlich belasten“, so Mathias Löttge, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.
In einer offiziellen Anfrage an den Landrat will die Fraktion nun klären lassen, wer die Sperrung in diesem Zeitraum veranlasst hat, ob der Landkreis vorab informiert wurde und ob Alternativen – wie etwa eine halbseitige Sperrung oder Bau in der Nebensaison – geprüft wurden. Außerdem wird gefragt, welche Umleitungsstrecken eingerichtet sind und wie diese auf ihre Leistungsfähigkeit hin bewertet wurden.
Die Fraktion betont, dass sie die Notwendigkeit von Straßenbaumaßnahmen nicht in Frage stellt. Entscheidend sei jedoch, dass die Planungen so erfolgen, dass sie den Bedürfnissen von Einwohnern und Gästen gleichermaßen Rechnung tragen.
