Die Antwort des Landrates auf unsere Anfrage zu den Bearbeitungszeiten von Verwaltungsverfahren zeigt ein völlig unbefriedigendes Bild. „Wenn Bürgerinnen und Bürger Monate auf die Bearbeitung ihrer Anträge warten müssen, ist das nicht akzeptabel,” erklärt Fraktionsvorsitzender Gerd Scharmberg. „Die Verwaltung muss schneller, leistungsfähiger und vor allem bürgerfreundlicher werden. So verspielt man Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Landkreises.”
Die Zahlen sprechen für sich: Ob bauordnungsrechtliche Anträge, naturschutzrechtliche Stellungnahmen oder verkehrsrechtliche Anordnungen – vielfach sind die Bearbeitungszeiten deutlich zu lang. Besonders gravierend ist, dass sich die durchschnittlichen Bearbeitungszeiten in einigen Bereichen zwischen 2022 und 2024 nochmals erheblich verlängert haben.
Mathias Löttge, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, betont:
„Für Familien, Bauherren und Unternehmen bedeuten diese langen Verfahren oft erhebliche Verzögerungen, Planungsunsicherheit und steigende Kosten. Gerade in Zeiten, in denen schneller Wohnungsbau und Investitionen dringend gebraucht werden, ist das ein echtes Hemmnis.”
Die Fraktion fordert deshalb konkrete Maßnahmen zur Beschleunigung: bessere Digitalisierung, klarere interne Abläufe, mehr Serviceorientierung und ausreichendes Personal in besonders belasteten Bereichen. Thomas Haack, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, unterstreicht:
„Eine leistungsfähige Verwaltung ist ein Standortfaktor. Wer Investitionen anzieht und den Menschen im Landkreis ein gutes Lebensumfeld bieten will, muss hier dringend gegensteuern.”
Jörg Burwitz, Kreistagsmitglied, ergänzt:
„Wir erwarten vom Landrat, dass er diesen Missstand zur Chefsache macht. Es braucht jetzt klare Vorgaben und mehr Effizienz, sonst verliert die Verwaltung noch weiter an Vertrauen.”
Die Fraktion erwartet vom Landrat, dass er dem Kreistag zeitnah konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Abläufe vorlegt.
Fraktion BfS/FDP/VR+
Kreistag Vorpommern-Rügen
